Schlacken
Schlacken sind Endprodukte des Eiweißstoffwechsels (Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin),
des Kohlenhydrat- und des Fettstoffwechsels und alte, veränderte, nicht funktionsfähige
und abgestorbene Zellen und Fremdstoffe, die sich allmählich im Gewebe und den
Zellen ablagern. Fremdstoffe, die sich im Organismus festsetzen können, sind z.B.
Konservierungsmittel, Farbstoffe, Aromastoffe, Füllungsstoffe u.ä.
Es sind vor allem die Elemente, welche die Industrie bei der
Lebensmittelproduktion verwendet. Im menschlichen Fett kann
man alte fettlösliche Wirkstoffe der Pflanzenschutzmittel (Lindan,
DDT) oder Verunreinigungen aus den technischen Produkten (z.B.
Dioxin) nachweisen. Die Mehrheit der Medizinmittel verschlacken
den Organismus mit ihren Zerfallsprodukten.
Das in zu großen Mengen verwendete Kochsalz wird ebenfalls nicht
vollständig aus dem Körper ausgeschieden und führt zu Schwellungen,
schwächt den Muskeltonus und stört die Nierenfunktion.
Jede Sekunde sterben Millionen von Zellen in Organismus ab und
es entstehen auch neue Zellen, die teilweise verändert oder
gar nicht funktionsfähig sind. Der größte Teil der verstorbenen
oder veränderten Zellen wird im Organismus vom Immunsystem zerlegt
und recycelt. Die vergiften das Organismus mit den Toxinen.
Die nicht zerlegten Zellen erzeugen allmählich Ablagerungen;
die mutierten und nicht vernichteten Zellen drohen, sich in
einen Tumor zu verwandeln.
Die Hauptstelle, an der sich die meisten Schlacken ablagern,
ist das Bindegewebe, da es auch eine ihrer Funktionen ist, die
nicht ausgeschiedenen Endprodukte an sich zu binden und so die
funktionierende Zellen zu schützen. Das Bindegewebe spielt bei
der unspezifischen Immunität eine Rolle. Viele Zellen des retikulären
Bindegewebes sind zur Phagozytose fähig, und räumen so Gewebetrümmer,
Fremdkörper und Mikroorganismen weg. Außer der Phagozytose tragen
diese Zellen auch zum direkten Abtöten der körperfremden Zellen
bei und synthetisieren eine Reihe wichtiger Botenstoffe. So
ist das erste Anzeichen für Verschlackung die Minderung der
Dehnungsfähigkeit und Gelenkigkeit und eine Störung der unspezifischen
Immunität. Das führt zur Anfälligkeit für verschiedene Infektionen
und der Veranlagung zu vielen anderen Krankheiten, wie z.B.
Asthma, Ekzem oder Rheuma, die eine Störung des Immunsystems
als Grundlage für ihre Entstehung haben.
Schleimige Eiweißschlacken sammeln sich in Nasennebenhöhlen
und den Lungen. Öftere Erkältungen, Bronchitis, Asthma, Nasennebenhölen-
und Mittelohrentzündungen sind Folgen dieser Art von Verschlackung.
Mit einer Fläche von 1,5 m² und einem Gewicht von 3,5 -10 kg
ist die Haut das größte Organ des menschlichen Körpers. Eine
ihrer wichtigsten Funktionen ist die Regulations- und Ausscheidungsfunktion.
Diese führt sie aus, indem sie zusammen mit den Nieren, der
Schleimhaut und den Lungen über die Abgabe von Flüssigkeit,
Salzen, Stoffwechselendprodukten und Fremdsubstanzen, wie Medikamenten
und Umweltgiften das innere Milieu des Organismus aufrechterhält.
So kann sie sogar die Niereninsuffizienz teilweise kompensieren.
Die Haut kann praktisch alle Schlackenarten ausscheiden.
Bei der Überfüllung des Körpers mit Schlacken wird die Haut
doppelt belastet. Ständige Reize und Immunschwäche machen sie
anfällig für Bakterien- und Pilzangriffe und/oder können zu
Krankheiten wie Neurodermitis oder Ekzemen führen.
Die Leber ist für Entgiftung und Abbau vom fremden und körpereigenen
Stoffen das wichtigste Organ. Sie wirkt wie ein Filter, der
ständig unser Blut reinigt. Auch die Stoffe, die in Magen-Darm-Trakt
resorbiert werden müssen, bevor sie den großen Blutkreislauf
erreichen, die Leber passieren. Die Giftstoffe werden in den
Leberzellen abgebaut. Gut wasserlösliche Abbauprodukte werden
in den Blutkreislauf für Ausscheidung über die Nieren abgegeben.
Die schlecht wasserlöslichen werden in die Gallenkanäle abgegeben
und gelangen mit der Galle in dem Darm, von wo aus sie mit dem
Stuhl ausgeschieden werden. Besonders viel Schlacke sammelt
sich in den Gallenwegen innerhalb der Leber. Gallenverdichtungen,
die durch eine ernährungsbedingte oder leberzellenmangelfunktionbedingte
Fehlzusammensetzung der Gallenflüssigkeit entstehen, führen
zu Staus in den dünneren Lebergallenkanälen. Sie drücken auf
die Leberzellen und beeinträchtigen die Blutzirkulation, was
weiterhin die Leberfunktionen stört.
Da die Leber die wichtigste Rolle in allen Stoffwechselprozessen
spielt, kann bereits die kleinste Unvollkommenheit ihrer Funktionen
wesentliche negative Folgen für den Organismus haben. Störungen
im Eiweißstoffwechsel beeinträchtigen die Immunsystemfunktion
und führen zu Immunschwächen, Allergien oder Autoimmunkrankheiten,
bei denen durch Autoimmunisierung gegen körpereigene Substanzen
gerichtete Autoantikörper auftauchen. Bei sehr vielen Krankheiten
kann dieser Entstehungsmechanismus nachgewiesen werden. Ich
möchte nur einige dieser Krankheiten erwähnen: Thyreoiditis,
Gastritis, Anämie, Diabetes, Rheuma, Arthritis, Zirrhose, Hepatitis,
Colitis, Sklerodermie, Nephritis. Wenn solche Autoantikörper
gegen eine endokrine Drüse gerichtet sind, entsteht eine autoimmunbedingte
Insuffizienz dieser Drüse mit entsprechenden hormonellen Störungen,
wie z.B. bei Diabetes, Hypothyreose oder Addison-Krankheit.
Die nach einer Leberentschlackung auftretende Besserung gegen
Allergien, Asthma, Rheuma u.ä. bestätigt bestens die Rolle der
Leber bei der Entstehung solcher Krankheiten. Infolge der primär
entstehenden Gallenstauungen und Verdichtungen tritt sekundär
auch eine Stauung bei der Kapillardurchblutung und im Pfortadersystem
auf, wo das venöse Blut von den Bauchorganen fließt, was zu
verschiedenen Krankheiten der Verdauungsorgane und venöser Pathologie
(z.B. Hämorrhoiden) führen kann.
Die Schlacken können sich in den Blutgefäßwänden oder in den
Gefäßlumen als Tromben festsetzen. Sklerose, Infarkt und Schlaganfall
sind die bekanntesten Folgen von diesem Zustand.
Die Schlacken sammeln sich auch in den Zellen und unterdrücken
ihre Funktionen, oder beschädigen ihren genetischen Apparat,
was zu fehlerhafter Eiweißsynthese oder gar zu Malignisierung
der Zelle führen kann.
Eine Verschlackung droht immer mit Krankheiten, die je nach
ihrer Erscheinung entweder als Funktionsinsuffizienz oder als
Versuch des Organismus, sich von den Schlacken zu befreien,
betrachtet werden können.
Dies alles spricht für die absolute Notwendigkeit gezielter
Entschlackung bei so gut wie jeder Krankheit. Auch die praktische
Erfahrung zeigt, dass eine Entschlackung zu deutlicher Besserung
oder Heilung bei vielen Krankheiten führt, auch dann, wenn die
Schulmedizin eine weitere Entwicklung der Krankheit nicht verhindern
kann und nur mit einer kurzfristigen Linderung des akutes Zustandes
(wenn überhaupt) oder mit Operationen, die nich die wahre Ursache
beseitigen können, zu helfen versucht.